Lymphgefäßtransplantation
Häufige Fragen
In unserer Sprechstunde stellen wir fest, dass viele Patienten vor einer Lymphgefäßtransplantation ähnliche Fragen beschäftigen. Daher haben wir die häufigsten Punkte, die im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgespräches zur Sprache kommen, zu Ihrer Information zusammengestellt.
Ich habe ein Lymphödem von Geburt/von Jugend an. Kann ich von einer Lymphgefäßtransplantation profitieren?
Anlagebedingte Lymphödeme (sogenannte primäre Lymphödeme) können durch eine Lymphgefäßtransplantation nicht verbessert werden, da hier das gesamte Lymphsystem krankhaft verändert ist und keine überbrückbare Blockade vorliegt.
Ist das Ergebnis von Dauer?
Wenn die Lymphgefäßtransplantation frühzeitig erfolgt, also zwischen sechs Monaten und einem Jahr nach Auftreten des Lymphödems, ist das Ergebnis in der Regel von Dauer. In vielen Fällen kann sogar ein vollständiger Rückgang des Ödems erreicht werden. Wenn das Ödem bereits über einige Jahre besteht, haben sich bereits Veränderungen im Gewebe eingestellt, die ein vollständiges Verschwinden des Ödems unmöglich machen, wie zum Beispiel ausgeprägte Narbenbildung im Gewebe oder Fettgewebsvermehrung. In solchen Fällen kann zwar eine Besserung des Zustandes erreicht werden, eine vollständige Heilung ist jedoch nicht mehr möglich.
Können Entnahme und Einsetzen der Lymphgefäße in einem Eingriff erfolgen?
Die beiden Vorgänge finden immer in einem Eingriff statt.
Gibt es spezifische Komplikationen (besteht beispielsweise die Gefahr, dass die Gefäße nicht anwachsen)?
Die Gefahr, dass die Lymphgefäße nicht anwachsen oder einheilen, besteht nicht. Nach unseren Beobachtungen ist der Erfolg der Operation abhängig vom Zeitpunkt der Behandlung nach erstmaligem Auftreten des Ödems. Je früher die Operation durchgeführt wird, desto wirksamer ist der Eingriff.
Wie lange dauert es, bis das Ödem nach der OP vollständig verschwunden ist?
Bei früher Operation kann das Ödem bereits einige Tage nach der Operation ganz verschwunden sein, in den meisten Fällen dauert es jedoch einige Wochen oder Monate, bis eine vollständige Ödemreduktion erreicht ist. In fortgeschritteneren Fällen lässt sich lediglich eine Ödemverbesserung und kein Verschwinden des Ödems erreichen.
Wie lange bin ich nach der Operation beeinträchtigt?
Der stationäre Aufenthalt beträgt etwa zehn Tage, drei bis vier Tage Bettruhe sollten eingehalten werden. Leichtere sportliche Aktivitäten sind nach zwei Wochen möglich, eine Wiederaufnahme der Arbeit kann nach drei bis vier Wochen erfolgen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff?
Da es sich hierbei um einen medizinisch notwendigen Eingriff handelt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Falls Sie gesetzlich versichert sind, können Sie sich mit Überweisung in der Spezialsprechstunde für Lympherkrankungen in der Universitätsklinik Freiburg vorstellen. Sind Sie privat versichert, kann die Operation in der Erich-Lexer-Klinik durchgeführt werden, die Erstvorstellung kann ebenfalls dort erfolgen.



